Wie viel verdient man mit Zeitung austragen ab 14 Jahren?

Das neue Computerspiel, das monatliche Abo vom Lieblingsstreamingdienst oder das teure Hobby – Gründe für SchülerInnen und Studenten und Studentinnen, sich etwas dazuverdienen zu wollen, gibt es viele.

Zeitungen und Prospekte austragen ist seit jeher ein klassischer Einsteigerjob für den Nebenverdienst. Aber was taugt er?

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Zeitung austragen: Wie viel kannst du verdienen?

Zahlen, Daten Fakten: Die meisten Nebenjobs für Schüler und Studenten sind Minijobs. Somit dürfen 450 Euro, ab Oktober 2022 520 Euro, im Monat nicht überstiegen werden. Um als immatrikulierter Student den Studentenstatus zu behalten, dürfen maximal 19 Stunden die Woche gearbeitet werden. Aber Achtung: In der vorlesungsfreien Zeit darfst du als Student auch Vollzeit arbeiten – solange der Job auf höchstens 50 Tage befristet ist. Die meisten Minijobs fallen unter den Mindestlohn. Der beträgt seit 1. Juli 2022 10,45 Euro. Ab der Volljährigkeit darfst du auch nachts, also vor 6.00 Uhr morgens, die Tageszeitungen austragen. Top: Hier erhöht sich der Stundensatz um den Nachtzuschlag von 30 %.

Zusätzlich zum Lohn können Aufwandsentschädigungen angerechnet werden, zum Beispiel, um etwaige Kosten (Sprit) zu decken oder auch, wenn dein Zustellgebiet schwer zugänglich sind.

Jedoch: Kosten für die Anschaffung von Fahrzeugen und z.B. Bollerwägen zum Austeilen musst du selbst tragen. Auch deine persönliche Ausrüstung wie Regenkleidung und gutes Schuhwerk wird nicht von deinen Auftraggebern übernommen.

Entlohnung per Stundenlohn oder pro Stück?

Die Entlohnung wird auf Basis zwei verschiedener Entlohnungssysteme berechnet. Manche Verlage verrechnen pro ausgetragener Zeitung, andere auf Stundenbasis. Pro Zeitung kannst du etwa mit einem Stücklohn von 15 ct. rechnen. Der Stücklohn muss allerdings unter Berücksichtigung der gebrauchten Verteilzeit den Vorgaben des Mindestlohns entsprechen, also zumindest 10,45 Euro hoch sein.

Andere Verlage zahlen nach Stundensatz. Der orientiert sich in der Regel am gesetzlichen Mindestlohn.

In gut zugänglichen Stadtgebieten mit Mehrparteienhäusern ist eine Entlohnung nach Stückzahl ideal. In kurzer Zeit kannst du viele Werbeprospekte und Zeitungen verteilen. Bedenke jedoch im ländlichen Raum die Distanzen – hier ist eine Bezahlung auf Stundenbasis vorzuziehen.

Ab wie viel Jahren kann man Zeitungen austragen?

Ab dem Alter von 13 Jahren ist es in Deutschland erlaubt, einer Arbeit nachzugehen und sich somit das Taschengeld aufzubessern. Bis zum 15. Geburtstag giltst du vor dem Staat als Kind. Du darfst bis dahin mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten erste und leichte Arbeiten, zum Beispiel Zeitungen austragen, bis zu zwei Stunden täglich, maximal 5 Tage die Woche. Das Zeitfester von 8:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends gilt als Rahmen.

Ab 18 Jahren kannst du auch Tageszeitungen austragen. Diese müssen bis 06:00 Uhr im Briefkasten sein – das gilt als Nachtarbeit, weshalb du dafür Volljährig sein musst.


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Lohnen sich Zeitung und Prospekte austragen als Nebenverdienst?

In vielen Studentenjobs wirst du nach dem Mindestlohn bezahlt. Wenn du gerne an der frischen Luft bist und deinen Schrittzähler ordentlich pushen möchtest, ist Zeitungen austragen vielleicht der richtige Job für dich. Vorteil: Du kannst als Student und Schüler dein vom Lernen gemartertes Hirn erholen – denn schwierig ist das Verteilen von Prospekten wirklich nicht.

Ein weiterer Benefit des Nebenjobs ist es, dass du viel rumkommst und Ecken in deiner (vielleicht neuen) Stadt kennen lernst, die du vorher nicht kanntest.

Ein großer Nachteil ist das allerdings die Abhängigkeit vom Wetter. Prospekte müssen bei jeder Witterung ausgetragen werden. Bei 32 Grad im Schatten genauso wie bei Starkregen im Herbst. Das darf dich nicht abschrecken bzw. kannst du das auch positiv sehen: Bewegung in der Natur härtet ab und macht dich fit.

Wo finde ich Jobs?

Auf Jobbörsen oder auch in Studentenbörsen wirst du fündig. Gerade in größeren Städten werden laufend AusträgerInnen gesucht. Du kannst dich auch direkt an regionale Kreisverlage wenden und deren Jobseiten durchstöbern.

Alternativen zum Geld verdienen als Schüler

Wer weder zu den Allwetterfröschen noch zu den Nachteulen zählt, wird als Zeitungsausträger langfristig nicht glücklich werden. Und auch wenn es nur ein Nebenjob ist, möchtest du wertvolle Erfahrungen sammeln – und vielleicht auch schon mit den richtigen Leuten in Kontakt kommen, die dir im späteren Berufsleben weiterhelfen können.

Andere Verdienstmöglichkeiten als Nebenjob können sein:

  • KellnerIn
  • ProdukttesterIn
  • NachhilfelehrerIn
  • FerienbetreuerIn
  • Aushilfe in Fertigungsbetrieben
  • BabysitterIn
  • Verkauf
  • Studentische Aushilfe
  • usw.

Auf Stadtportalen, Studentenjobbörsen und allgemeinen Jobbörsen wirst du auch fündig.


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Karina
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Karina Riedl ist selbstständige Content-Managerin und Texterin. Die Germanistin und Buchwissenschaftlerin kommt aus der Verlagsbranche und arbeitet in mehreren Teams in den Bereichen Lifestyle, Lebensmittel/Essen, Finanzen und Landwirtschaft.

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